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LEHRINHALT                         DE ENG

Jeder bedeutende Entwurf beginnt mit der Erforschung seiner Grenzen. Bevor wir uns mit einer Entwurfsaufgabe beschäftigen, sind wir veranlaßt, systematisch die Ressourcen und Limitierungen zu erforschen, die einerseits jede Entwurfsaufgabe ermöglichen, andererseits diese auch ab- und eingrenzen.
Die Kenntnis des Vorhandenen ermöglicht die Erfahrung der Grenzen und zugleich auch den Vorstoß über die Grenzen hinaus. Darauf bezieht sich das Arbeitsfeld unseres Studios, die Projekte entstehen als kritische Reflexion der Disziplin "Architektur" in ihrer Verdichtung auf fundamentale Konzepte, auf ihre generelle Form sowie auf ihre grundlegenden Medien und Prozesse.
Das Ziel unserer Arbeit ist das Aneignen verschiedenster Ausformungen des archiektonischen Repertoires des 20. Jhs., insbesonders aber die Fortführung der Erweiterung dieses Repertoires, wie dies in den vergangenen 20 Jahren erfolgte. Die Ausrichtung dieses Vorhabens erstreckt sich dabei auf drei Bereiche: Konzept – Form – Medium. Diese Begriffe indizieren drei semi-autonome Register einer architektonischen Toolbox bzw. überhaupt Teilaspekte einer jeden Entwurfsstrategie. Dabei beziehen sie sich auf drei unterschiedliche Ebenen der Abstraktion in der Entwicklung eines Entwurfs, nicht jedoch derart, daß sie ohne Auswirkungen aufeinander blieben. Die Einflüsse dieser Bearbeitungsebenen aufeinander, etwa wie ein Medium ein Konzept anregt oder auch zum formalen Katalysator wird, wie konzeptionelle Restriktionen auch formale Entitäten bestimmen usw. werden in unserem Studio erforscht.

Im Gegensatz zur Beschäftigung mit Bautypologien erschließt die Arbeit am Konzept die Strukturierung von Raum an sich.  Die Ansätze der Moderne werden dabei auf der Grundlage von Abstraktion konsequent weiterverfolgt, so etwa phänomenale Transparenz, Figur/Grund-Relation etc.
In der formalen Dimension geht es um eine spezielle Konkretisierung von konzeptuellen Grundlagen als architektonische Form, nicht allein als Form eines Solitärs, sondern auch im Sinne eines formalen Systems: Orthogonalität, Parallelität, Wellenbewergung, etc.
Auch hier werden alle Möglichkeiten eines formgenerierenden Prozesses in disziplin- und konzeptübergreifende Auseinandersetzunge erforscht.
Unser Lehrprogramm bezieht sich auf eine ungewöhnlich weit gefaßte Betrachtung des Design-Mediums. Jedes Medium erschließt oder limitiert ein ganzes Feld von Möglichkeiten. Eine Prämisse unseres Studios besteht darin, daß in jedem Medium bereits formales und konzeptuelles Potential angelegt ist. Die Arbeit unter diesem Aspekt beinhaltet dabei den Beginn, die Darstellung, Vermittlung, Modellierung, ja selbst die Ausführung von Architektur in Sinne von Bauen und Produzieren.

Die Auseinandersetzung mit sich ständig verändernden neuen und zukunftweisenden Technologien (CAD, 3D-Modelling, etc) auf jeder Ebene der Architektur"findung" ermöglicht uns die fortlaufende Entwicklung einer neuen Architektur"sprache".


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